13.09.26 | ZWISCHEN WELTEN – FILME VON EWELINA ROSINSKA
KURZFILMROLLE
PEDRAS INSTÁVEIS / UNSTABLE ROCKS





DE/PL 2024, R: Ewelina Rosinska, 25′, DCP
Landschaften ziehen in raschem Rhythmus vorbei, zerklüftete Küsten erscheinen in grobkörnigem Schwarzweiß, Stimmen, Tierlaute, Geräusche, Musiken lösen sich von den Bildern, während dazwischen stille Momente des Alltags aufscheinen: ein üppiger Garten, eine Kaffeetasse in der Sonne, eine religiöse Prozession, irgendwo in der portugiesischen Provinz. Mit UNSTABLE ROCKS verdichtet Ewelina Rosinska disparaten Eindrücke zu einem kontemplativen Natur- und Kultur-Porträt ihrer Wahlheimat Portugal, in dem Erinnerung und Wahrnehmung ineinanderfließen.
Die 1987 in Polen geborene Filmemacherin studierte Kunstgeschichte in Krakau und Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). Seit einigen Jahren arbeitet sie überwiegend mit einer analogen 16mm-Bolexkamera, filmt Unterschiedlichstes – und fügt es zu komplexen, musikalischen Montagearbeiten zusammen. Aus Aufnahmen, die zwischen Polen, Deutschland und Portugal hin und her pendeln, formt sie ein Kino der Assoziationen, Stimmungen, emotionalen Blicke: nicht narrativ, sondern von Rhythmen, Texturen und Erinnerungen getragen.
POPIÓŁ IMIENIEM JEST CZŁOWIEKA / ASHES BY NAME IS MAN



DE 2023, R: Ewelina Rosinska, 20′, DC
Mit ASHES BY NAME IS MAN richtet Rosinska den Blick auf Polen statt auf Portugal. Wie alle ihrer Filme ist es eine Art Diary Film, aber doch nicht so, wie man es üblicherweise kennt. Aus autobiografischen Momenten, Landschaftsbeobachtungen und religiösen Ritualen entsteht ein Bilderstrom, in dem sich nationale Geschichte und katholischer Glaube auf und unterhalb der Bildoberfläche einnisten.
Z ZIEMIĄ W BUZI / EARTH IN THE MOUTH



PL/DE 2020, R: Ewelina Rosinska, 20′, DCP
EARTH IN THE MOUTH verdichtet dagegen Eindrücke aus Deutschland, Polen, Portugal, Brasilien und Griechenland zu einem Filmfotoalbum über das von Rückkehr und Ankunft durchflochtene Leben zwischen Ländern, Reisen und Freundschaften.
Mit dem Programm zu Ewelina Rosinska spinnt das GEGENkino mehrere Fäden fort, das es von Beginn an umtreibt: Im regulären Kino unterrepräsentierte Kurzfilme eine Bühne zu geben sowie bedeutenden Positionen des nicht klassisch narrativen Kinos vorzustellen. Rosinskas Arbeiten docken dabei schön an frühere Programme, etwa zu Rose Lowder an, eine Filmemacherin, die ihr in ihrer Verzahnung von Privatem und Sublimen nah scheint. Wir freuen uns, dass Rosinska persönlich anwesend ist.
| Mo 13 September 2026 | Schaubühne Lindenfels |
| 19:00 Uhr | € 7,50 (6,50 ermäßigt) In Anwesenheit von Ewelina Rosinska |