15.09.26 | PRÉNOMS / FINDING WORDS (FR 2026, Nurith Aviv)

ZUR SPRACHE KOMMEN | Die schnörkellos humanen Dokumentarfilme von Nurith Aviv

„A given name is a gift, a choice, a message that can be questioned, interpreted, reinvented all throughout life.“ (Texttafel zu Beginn des Films)

FR 2026, R: Nurith Aviv, 82‘, OmeU, DCP

Am Anfang jeder Episode stehen Bilder einer wackligen Handykamera. Die Filmemacherin und Kamerafrau Aviv ist damit auf dem Weg zu Pariser Freundinnen und Freunden. In der rechten Hand hält sie das Handy, in der linken einen Blumenstrauß – die Farben und Formen variieren, so wie auch die vor die Kamera gesetzten Menschen ganz unterschiedlich sind. Was sie verbindet, ist das strenge, ja zunächst für manch eine:n womöglich allzu simpel erscheinende Konzept von PRÉNOMS:

Dreizehn mit Aviv befreundete Menschen sprechen in statischen Halbtotalen inmitten ihrer Wohnungen über ihre Vornamen, darüber, was es für sie bedeutet, ihn zu tragen. Auch darüber, was sie bewogen hat, ihn zu ändern und inwieweit mit diesem Namen Freude und Leid verbunden ist. Es sind kleine, entspannt inszenierte Porträts, die nicht nur persönliche Geschichten zeichnen, sondern auch so einiges über die Gegenwart Frankreichs und Europas preisgeben. Trotz düsterer Passagen, die hierbei zutage kommen: PRÉNOMS ist ein Film wie ein Blumengeschenk. Ein Freundschaftsakt, ein warmer, humaner Film.

Di 15 September 2026Schaubühne Lindenfels
21:00 Uhr€ 7,50 (6,50 ermäßigt)