ULTIMATE SUBSTANCE (2012, 34’) / AN EXCHANGE FOR FIRE (2013, 13’)

As already announced, on 2 Dec 2015 GEGENkino and UT Connewitz will bring you two of Anja Kirschner’s collaboration works that she did with David Panos.

The films will be shown in original English version. For further information about the two films check:
http://www.kirschner-panos.info/index.php?%2Fprojects%2F-ultimate-substance
http://www.kirschner-panos.info/index.php?%2Fprojects%2F-an-exchange-for-fire

German info below or on the Facebook event page.


ULTIMATE SUBSTANCE (2012, 34’)

»Ultimate Substance« bedient sich Verweisen aus der Archäologie, Philosophie, Mathemathik sowie dem Ritual und wird in einer Kulisse aus skulpturalen Elementen inszeniert. Dabei geht der Film davon aus, dass der Beginn des Münzwesens, welches erstmals im antiken Griechenland aufkam, zu einer tiefgreifenden kognitiven Verschiebung – einer Trennung von Sinnlichkeit und Abstraktion in der westlichen Kultur – kam, auf der heutige Philosophie-, Wissenschafts- und Theatertraditionen fußen.
Drehort waren das Numismatische Museum in Athen und das nahe gelegene Bergwerksgebiet in Lavreotiki, in dem Silber im industriellen Maßstab abgebaut und der Athenische Stadtstaat gegründet wurde. Der Film kreist in Assemblagen um Bilder der Antike und des heutigen krisenhaften Griechenlands und untersucht, inwiefern diese beiden verschiedenen Zeitstränge sich im Laufe der Zeit vermischt haben. Dabei geht er den untergündigen Auswirkungen eines heutigen Verständnisses von eben jener Trennung von Sinnlichkeit und Abstraktion in Wissen und Erfahrung der westlichen Kultur nach.

AN EXCHANGE FOR FIRE (2013, 13’)

Fünf Kurzfilme, gedreht in Griechenland, verweisen durch geschicktes Zusammenspiel von Filmmaterial mit Texten von Clinical Wasteman auf terminologische Aspekte, die im Hinblick auf die aktuelle globale Krise reflexionswürdig erscheinen. Dabei durchqueren die Episoden Momente der Geschichte des Geldes, der Erschaffung des modernen Finanzstaats und des gegenwärtigen Lebens unter kapitalistischer »Restrukturierung«.

Das Screening findet statt im Rahmen des vom GEGENkino und der KLASSE EXPANDED CINEMA (HGB) veranstalteten Workshops SCHREIBEN UM GEDREHT ZU WERDEN, in der Anja Kirschner ausgehend von ihrer eigenen Praxis erläutert, wie man sich dem Drehbuchschreiben nähern kann, wenn man ausserhalb konventioneller Formate und für eigene »moving image«-Projekte schreiben will. Schwerpunktmäßig geht es um erweiterte und »nicht-narrative« Strukturen, die Verwendung von fremden Texten, Improvisation und Kollaboration und um den Umgang mit dokumentarischem Material und sachlicher Recherche.

2. Dezember, 20 Uhr – UT Connewitz

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