Paradoks | 27.10 bis 9.11

paradoks versammelt installative Videoarbeiten lokaler und internationaler Künstlerinnen, die an der Schnittstelle von Film, Kunst und Aktivismus operieren und deren Zugänge und Ästhetiken sich an den Rändern des Dokumentarischen bewegen. In ihnen wird das Faktische durch mitunter fiktionalisierende, journalistische oder kriminalistische Techniken, wie Bildbearbeitungsverfahren oder Reenactments, modifiziert. Die Ausstellung umfasst eine Auswahl von Mehrkanal-Videoinstallationen, die sich räumlich und inhaltlich in zwei Clustern aufteilen. Während „Arrival“ verschiedene Migrationsrealitäten des (Nicht-)Ankommens in der deutschen Gesellschaft thematisiert, untersucht „Precarious Bodies“ die Arbeitsverhältnisse zeitgenössischer künstlerischer Produktion. In einer Podiumsdiskussion am 27.10. diskutieren Künstlerinne und Kurator*innen die aktivistischen Potentiale dieser sich stets im Fluss befindenden Ränder.
Am 2.11. widmet sich das Format parasound im mjut den akustische Besonderheiten dokumentarischer Formen in einem Kurzfilm-und Performanceprogramm, bevor der Abend in eine Klubnacht übergeht.

GEGENkino empfiehlt | Kino im Mai

Für alle die im Mai etwas besonderes im Kino erleben wollen: Hier unsere Empfehlungen.

6. Mai
Schaubühne Lindenfels
KlubKinoKlub
19 Uhr immer Montags
Ankündigungen über E-Mail-Verteiler
klubkinoklub@schaubuehne.com
Ab 7. Mai
Cinémathèque in der naTo

19:00 bzw. 21:00 Uhr Bildbuch
7. Mai
Schaubühne Lindenfels
Vorführung mit Filmeinführung
20:00 Uhr Glücklich wie Lazzaro (I/F/D/CH 2018, OmU)
8. Mai
Luru-Kino
Ballet Mécanique Vol. 6 (#31)
20:00 Uhr HUNGER IN WALDENBURG – UM’S TÄGLICHE BROT (D 1929, ca. 46min, dt. u. engl. ZT, 35mm)
LOHNBUCHHALTER KREMKE (D 1930, ca. 56min, dt. ZT, 35mm)
11. Mai
Cineding
EIN ABEND IN ERINNERUNG AN JONAS MEKAS
19:30 Uhr Jonas In The Jungle (OmU) + Gespräch
22:00 Uhr Reminiszenzen aus Deutschland & Outtakes From The Life Of A Happy Man (beide OmeU)
12. Mai
Luru-Kino
ab 22. Mai
Cineding

21:00 Uhr One Cut of the Dead (J 2017, OmU)
14. Mai
Luru-Kino
KosmOst – Osteuropäische SciFi-Filme
19:00 Tage der Finsternis (UdSSR 1988, OmU)
15. Mai
Luru-Kino
Achternbusch Werkschau
19 Uhr: DER NEGER ERWIN (1981, 92min, 35mm)
21 Uhr: BIERKAMPF (1977, 88min, digital)
16. Mai
Cinémathèque Leipzig e.V.
RosaLinde Leipzig e.V. präsentiert
19:00 Uhr KIKI
Dokumentarfilm zum Idahit* 2019
26. Mai
Luru-Kino
Achternbusch Werkschau
17:00 Uhr: ZWEI HERREN IM ANZUG (Josef Bierbichler, 2018, 139min, DCP) + Regisseur angefragt
20:00 Uhr: HERZ AUS GLAS (Werner Herzog, 1976, 97min, 35mm)
Ab 30. Mai
Luru-Kino
„Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“
30./ 31.Mai
Schaubühne Lindenfels
Treppenkino Open Air
21:30 Ikonische Tansszenen

tschüss

Nach 12 Tagen mit Screenings, Meetings, Gesprächen, Konzerten, einer Ausstellung, Trinken, Sonne und Eis, ist das GEGENkino 2019 vorbei. Und wir haben mehr Augen als zuvor. Wir hoffen sehr, dass es eine angenehme Zeit für euch war!

Okay, jetzt die Dankparade – Ein großes Dankeschön geht an unsere drei Hauptveranstaltungsorte – UT Connewitz, Luru Kino in der Spinnerei, Schaubühne Lindenfels, mit einem Tagesbesuch bei unseren Kooperationspartnern: Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und Pracht. Herzlichen Dank an euch, unser Publikum, Klientel, Kundschaft, nennt euch wie ihr wollt. Außerdem möchten wir uns bei den Gästen bedanken, die uns dieses Jahr mit Hintergrundwissen, Einblicken und Frohsinn versorgt haben – Cristóbal León, Judith (aus Hamburg), Ted Fendt, Wilhelm Hein, Annette Frick, Andrea Belfi, ITOE, Flying Moon in Space, Andrea Marinelli, Ramón Reichert, Frederik Lang, Nadia Tsulukidze, Beatrice Stammer, Natascha Frankenberg, Susanne Heinrich, Claus Löser, Gabriele Stötzer, Thomas Heise.

Ein großes Dankeschön an alle Filmemacher für ihre Filme, Videos und Werke, sei es in unserem Filmprogramm oder in der Ausstellung, allen Vertriebspartnern, mit denen wir weltweit zusammengearbeitet haben. Und: den Menschen, die an den Veranstaltungsorten arbeiten und alles möglich machen, Projektionisten, Techniker aller Art, Ticketverkäufer, Barpersonal! Dank geht an Anne Elisabeth Witzmann für die Konzeption des Raums des Ballsaals der Schaubühne Lindenfels. Danke an Alex Brade und Ricaletto für unsere wunderbaren grafischen Assistenten. Und: grazie an alle, die unsere Ausstellung MEMORY AS A FLICKER betreut haben – Ihr habt tolle Arbeit geleistet (und freundlich wart ihr auch). Danke an unsere Sponsoren, die uns das dringend benötigte Geld geben. Und schließlich danke an uns selbst, dass wir es wieder (und wieder) tun. Das ist Alles für jetzt – Entschuldigung an alle, die wir vergessen haben. Nichts für ungut! Na dann, bis nächstes Jahr im April!

Zwischendurch werden wir euch immer wieder mit kleineren Updates versorgen. Einerseits wollen wir euch Empfehlungen aussprechen. Zum Anderen gibt es vielleicht die ein oder andere kleinere GEGENkino Veranstaltung zwischendurch. Beispielsweise ist eine Verlängerung der Bitomsky-Reihe in ein paar Monaten angedacht. Falls ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, guckt immer wieder bei uns vorbei!

Wer jetzt keine Lust auf das gute Wetter und immer noch nicht genug von Kino hat. Hier ein paar Empfehlungen für die kommenden Tage:

24. April
Luru-Kino
Horror-Doppel mit Donis
20 Uhr Das Auge des Bösen
22 Uhr L’Ossessa
29. April
Schaubühne Lindenfels
KlubKinoKlub
19 Uhr immer Montags
Ankündigungen über E-Mail-Verteiler
klubkinoklub@schaubuehne.com
1. Mai
Luru-Kino
ACHTERNBUSCH WERKSCHAU
19:00 Der junge Mönch
21:00 Das Gespenst
2. Mai
Luru-Kino

21:00 Uhr One Cut of the Dead
8. Mai
Luru-Kino
Ballet Mécanique Vol. 6 (#31)
Vorfilm +
Lohnbuchhalter Kremke
16. Mai
Cinémathèque Leipzig e.V.
RosaLinde Leipzig e.V. präsentiert
19:00 Uhr KIKI
Dokumentarfilm zum Idahit* 2019

22.04.19 | Heimat ist ein Raum aus Zeit (GER 2019, Thomas Heise)

Es ist soweit. Der letzte Tag des GEGENkino Festivals 2019. Und wir verabschieden uns angemessen mit einen Knaller. Dem formstrengen Biographieepos von Thomas Heise: Heimat ist ein Raum aus Zeit. Euch erwartet ein Film der euch noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein Film der die Geschichte einer Familie mit Bezügen auf das jeweils in Kraft getretene, staatliche System erzählt.

In einem langen Briefwechsel zwischen Berlin und Wien kündigt sich schleichend die kommende Deportation an. Auf der Bildebene die akribischen Deportationslisten der NS-Bürokratie. Als die Korrespondenz verstummt, erklingt Marika Rökks grotesker NS-Schlager „Mach dir nichts daraus“. HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT ist eine Collage aus Hinterlassenschaften der Intellektuellen-Familie des Filmemachers Thomas Heise. Eine Komposition von Textdokumenten, Filmaufzeichnungen und Fotos von vier Generationen. Erzählt wird von Liebe, Verbundenheit, Selbstbehauptung und politischen Idealen – vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, das geteilte Deutschland bis hin in die Gegenwart geht die Reise, die vor unseren Augen – und vor allem Ohren – in Form von Briefwechseln und Tagebuchnotizen abfährt. Zu sehen sind Archivmaterial und Gegenwartsaufnahmen. Dann gleitet die Kamera in schwarzweissen Bildern durch verlassene Orte und von der Zeit charakterlich verfremdete Räume. Die Heimat ist hierbei kein bloß romantischer Ort, sondern der Gegenstand, an dem sich die inneren und äußeren Kämpfe der Beteiligten entfachen – Individualgeschichte lässt sich nicht von Gemeinschaft trennen. Der Film will keine Geschichten nacherzählen. Stattdessen erfährt der Zuschauer, wie Biographien entstehen.

In Anwesenheit von Thomas Heise

Mo 22.4
Schaubühne
16 UhrHeimat ist ein Raum aus Zeit
D/AT 2019, R: Thomas Heise, Dok, 218’, dt. OV, DCP
In Anwesenheit von Thomas Heise

Ausschnitt

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21.04.19 | Ausstellung – GfZK – Parafiktion: Salomé Lamas

Danke an alle, die gestern zu DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN gekommen und noch zum Gespräch geblieben sind – das war doch alles ganz gelungen!
Für alle, die es bisher nicht geschafft haben, ist heute die letzte Möglichkeit die Ausstellung FLACKERND DURCHS ERINNERN zu besuchen. Sie ist von 16 bis 24 Uhr geöffnet. Dazu ziehen wir heute um 17 Uhr für eine Veranstaltung in die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig – wo wir Gabriele Stötzer eingeladen haben sich mit Filmhistoriker und Archivar Claus Löser zu unterhalten über ihre Videoarbeiten innerhalb des dissidenten DDR-Untergrunds. Das alles wird stattfinden innerhalb der derzeit dort stattfindenen Ausstellung „Bewußtes Unvermögen – Das Archiv Gabriele Stötzer“. 
Dazu gibt es in der Schaubühne Lindenfels den zweiten Tag zu unserer Minischau der Arbeiten von Salomé Lamas – wir zeigen um 20 Uhr EXTINCTION, der sich essayistisch-fiktional in elegischen Schwarzweissbildern unterlegt mit Drone-Sound mit dem post-sowjetischen quasi-Staat Transnistrien befasst, dazu um 22 Uhr den dokumentarischen EL DORADO XXI über peruanische Bergarbeiter*innen und ihre Arbeits- und Lebenswelt. Wie immer: schaut gerne vorbei, wenn ihr draussen unterwegs seid.

Hier die Links zu den Veranstaltungen:
17 Uhr: https://www.facebook.com/events/402245807257077/
20 und 22 Uhr: https://www.facebook.com/events/313061456059479/

So 21.4
Schaubühne
16 – 24 UhrAUSSTELLUNG
FLACKERND DURCHS ERINNERN
17 Uhr
GfZK
Gabriele Stötzer und Claus Löser im Gespräch
in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
18 Uhr
GfZK
VORTRAG
ex.oriente.lux. Experimentalarchiv Ost
mit Gabriele Stötzer und Claus Löser
20 UhrPARAFIKTION
Salomé Lamas
Extinction
POR/ D 2018, R: Salomé Lamas, 80’, Dok, OmeU, DCP
22 UhrPARAFIKTION
Salomé Lamas
Eldorado XXI
PT/F 2016, R: Salomé Lamas, 125’, Dok, OmeU, DCP

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