Ausufernde Waldbrände, schmelzende Pole, Ressourcenkriege, Flucht und Vertreibung prägen die mediale Berichterstattung, vor allem aber die Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen. Sich aktiv und kritisch mit Klimapolitik auseinanderzusetzen und diese zu gestalten ist grundlegende Notwendigkeit unserer Zeit. Wie lässt sich die Beschäftigung damit kreativ umsetzen?
Im Workshop CHANGE THE SHOW! sollen ökologische und klimapolitische Fragestellungen unter Anleitung der Filmemacherinnen Svenja Schulte und Sita Scherer in Videos überführt werden: Die Teilnehmenden nutzen filmische Mittel, um poetische, informative oder fragende Videos zu produzieren. Gefilmt wird mit dem eigenen Smartphone, geschnitten werden die Clips im Anschluss am Laptop. Der Workshop erstreckt sich über drei Tage: Am ersten Tag werden durch Input und Diskussionen Konzepte erarbeitet, die am Folgetag in Kleingruppen umgesetzt werden. Am letzten Tag stehen Schnitt und Präsentation im Vordergrund. Eine gemeinsam erarbeitete Guideline hilft den Teilnehmenden bei der Umsetzung weiterer Filmprojekte.
Die Zielgruppe umfasst 14 bis 20-jährige Jugendliche, die sich für klimaaktivistische Themen und technische Möglichkeiten audiovisueller Medien interessieren. Der Workshop ist kostenlos und auf zehn Personen begrenzt.
Er findet unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienekonzepte statt.
Anmeldung unter: kontakt@gegenkino.de
Ablauf:
Freitag
15.00 – 17.00 Uhr Workshop // Ort: UT Connewitz Wolfgang-Heinze-Straße 12 a, 04277 Leipzig
18.00 – 20.30 Uhr Kinofilm “NOW” // Ort: Kinobar Prager Frühling, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig (optional)
Samstag
10.00 – 17.30 Uhr Workshop // Ort: Tipi im Westwerk, Karl-Heine-Straße 87, 04229 Leipzig
Sonntag10.00 – 17.30 Uhr Workshop // Ort: Tipi im Westwerk, Karl-Heine-Straße 87, 04229 Leipzig
Hey folks! Die GEGENkinoköch*innen stehen wieder am Herd, sprich: stehen immer noch am Herd und rühren und rühren. Alles blubbert und brodelt seit über einem Jahr – das finale Mahl wurde immer wieder verschoben, verboten, vertagt. Der Topfinhalt hat währenddessen weiter vor sich hin geköchelt – das könnte also eine richtig gute Bolognese werden. Es ist genug für alle da, sagt gerne allen Bescheid – Friends & Lovers welcome!
Wir planen für den Spätsommer eine Festivalvariante, die an die Bedingungen angepasst ist, die drinnen stattfindet – real Kinofeeling! – die zusätzlich an den letzten warmen Tagen draußen ausgewählte, analoge Open Air-Veranstaltungen präsentiert.

Das GEGENkino ist dieses Jahr vom 26.08. bis 05.09. – im UT Connewitz, dem Luru-Kino in der Spinnerei, der Schaubühne Lindenfels, beim 2cl Sommerkino der Cinémathèque auf Conne Island und der Plagwitzer Markthalle – mehr Informationen zum Programm bald an dieser Stelle, auf facebook oder auf instagram. Bleibt uns gewogen – wir sind schon voller Vorfreude Euch endlich wiederzusehen, mit Euch einen Drink zu nehmen und quatschen und diskutieren zu können – caramba!
Liebe GEGENkinofreund*innen,
wir werden das Festival aufgrund der um sich greifenden Pandemie verschieben.
Wohin, steht noch nicht fest. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Es grüßt, Euer euch liebendes GEGENkino


We’re back! Vom 16. bis 26. April laufen die GEGENkino-Motoren wieder heiß: Im Luru-Kino in der Spinnerei, in der Schaubühne Lindenfels, im Institut fuer Zukunft und im UT Connewitz.
Eines unserer diesjährigen Highlights ist die Deutschlandpremiere der Livevertonung des Films DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM durch die Wahlberlinerin Lucrecia Dalt:
Am Freitag, 17. April 2020 um 21 Uhr im UT Connewitz.
T I C K E T S für 10 Euro (zzgl. evtl. Gebühr) gibt es bei culton im Peterssteinweg 9 und online bei tixforgigs.
Einigermaßen untergründig mutet die Vertonung des expressionistischen Klassikers des Weimarer Kinos DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM von Paul Wegener und Carl Boese aus dem Jahr 1920 an. Vielleicht auch bodenständig im besten nur denkbaren Sinn: Die Geschichte um Rabbi Löw, der die Lehmfigur Golem erschafft, um die drohende Vertreibung der Bewohner*innen des jüdischen Ghettos im Prag des 16. Jahrhunderts abzuwenden. Aus einer Verkettung unglücklicher Umstände heraus wendet sich die Figur in der Folge gegen seinen Schöpfer. Die von Hans Poelzig für den Film entworfenen Bauten waren wegweisend für weitere Filmarchitekturen, bis heute gilt der Film als Vorbild und Referenz für das Horrorfilmgenre. Allerorten bedrängende Phantasmagorien, Alpträume von einer Welt, deren menschliche Gesichter Fratzen, deren Straßen steile Gebirgspfade, deren Behausungen windschief und einsturzgefährdet sind.
Ähnlich der Magie, die dem Lehm eingehaucht wird und ihn zum Golem werden lässt, wird die kolumbianische Soundkünstlerin und ehemalige Geotechnikerin Lucrecia Dalt mit ihren tiefen Bassfrequenzen den Filmbildern neue Stimmungen und Abgründe auferlegen.
Lucrecia Dalt ist eine international gebuchte wie gefeierte Musikerin und Performerin. Seit 2005 verfeinert sie ihren Zugang zu elektronischer Musik stets weiter, bewegt sich in akademischen wie musealen Settings als auch in Clubkontexten. In ihren subtilen Klanglandschaften unterwandert sie allzu rigide Formvorstellungen, experimentiert mit südamerikanischen Rhythmiken, geloopten Drone-Sounds und ungewöhnlichen Spoken Word-Passagen. Unter Einsatz von Gitarrensounds, Bass, Perkussion, Computern und Midi-Controllern kombiniert sie minimalistische Strukturen mit philosophischen Ideen. Ihr Stücke wabern als avantgardistische Ambient-Wolken durch die Luft und suggerieren den Zuhörenden, dass Dalt von einer Welt weiß, von der wir einstweilen nur träumen können. Das geologische Framework hat sie auf ihren musikalischen Ansatz übertragen: Sie vergleicht ihr Songwriting mit Boden- und Felsschichten, die sich als eine Masse auf der Erdoberfläche abgelagert haben, dabei aus Einzelelementen mit individuellen Charakteristiken zusammengesetzt sind. Metallischer Lärm und ätherischen Klängen können bei ihr für sich stehen, ergeben dann aber zusammen im klanglichen Kontext ein neuartiges, surrealistisch-angehäuftes Terrain. In ihren Worten: What is at the bottom has the opportunity to reshape the present, let’s say, or a certain specific present. Then it seems as if we have to think about time not in this linear way, and I like that.
DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
(D 1920, R: Paul Wegener, Carl Boese, D: Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, 76′, viragiert, DCP)
An dem Abend läuft die 2018 frisch restaurierte Fassung der Murnau-Stiftung, die eine möglichst authentische Annäherung an die verlorene deutsche Fassung darstellt.
Wir sehen uns!


parasound lädt am 2.11. in die Räume des mjut ein und verhandelt anhand eines ausgesuchten Kurzfilmprogramms und der Performance TESTIMONIUM des dänischen Künstlers Jacob Kirkegaard die Dimensione des Klangs im Dokumentarischen. Anschließend geht der Abend in eine Klubnacht über.

