Only seven days to go until GEGENkino starts. Time to announce the final item in our programme scope [out of frame] – a video exhibition featuring the following works:
- Cindy Cordt – Die Trächtige Bache eifert den gurgelnden Bach nach (2012)
- Kiron Guidi – Deer (2013)
- Stefanie Schroeder – Ein Bild abgeben (2014)
- Clara Wieck & Ginan Seidl – Rotation (2014)
- Christoph Bartsch & Thomas Taube – Hans und das Glück
- PUNK IS DADA – 2013/14
- Clemens von Wedemeyer – Untitled (Rekonstruktion) (2005)
- Juanzi Cheng – Pending Crisis / Collapse (2012)
- Katharina Wittmann – Still (2013)
Der gesamte Ballsaal der Schaubühne Lindenfels wird in scope [out of frame] zum Raum hinter der Leinwand. Das Kino hat sich in seine Bestandteile aufgelöst, verstreut und mit Hilfe eines seltsamen Magneten wieder neu zusammengesetzt – zu einer Landschaft aus Leinwänden, Projektoren und Sound, die Körper im Raum des Films neu verorten.
05. April, 18 bis 23 Uhr
06. und 07. April, 19 bis 23 Uhr
Eintritt: 5/4 (erm.) Euro (zzgl. Baufuffziger)
Der Eintritt zur Eröffnung am 05. April ist frei.
Yes yes, we know it’s quite a lot to ask of you to go to the movies ten days in a row. But hey, it might be your only chance to see Kim Ki-Duk’s most recent flick “Moebius” (in Germany for whatever reason also known as “Moebius, die Lust, das Messer”) on the big screen, because almost no cinema wanted to show it. So it’s on us to bring it to you:
Moebius, die Lust, das Messer
(KR 2013, R: Kim Ki-duk, D: Cho Jae-hyun, Seo Young-ju, Lee Eun-woo, 90’, ohne Dialog, BluRay)
Kim Ki-duks Filme waren und sind kontrovers. Sein aktueller – „Möbius, die Lust, das Messer“ – lief letztes Jahr in Venedig, während er in Südkorea laut einer Vorschrift nur in „speziellen“ Kinos gezeigt werden darf – die es in der Realität gar nicht gibt. Ohne jeden Zweifel ist der Film eine dunkle Herausforderung, die an antike Tragödien erinnert: Ein Vater zerstört seine Familie – geplagt von Schuldgefühlen wegen der Kastration seines Sohnes beendet er seine Affäre und bringt für ihn ein großes Opfer. Meisterlich inszeniert als reines Zeigen ohne Dialog, mit harten Soundschnitten montiert, entfalten die Bilder sich zur schmerzhaften, freudianischen Groteske rund um Lust, Schuld und Gewalt.
10 April, 9pm – LuRu-Cinema at the Spinnerei – € 6/5 (red.)
Three hours are 180 minutes. Think about it…that is why PANDT from IfZ will also arrive on the scene and help to generate some dizziness during the opening projection of Michael Snow’s „La Region Centrale“.
Eröffnung GEGENkino /// opening GEGENkino
Felix Kubin & PANDT vertonen /// add sound to „La Region Centrale“
03. April, 20 Uhr
UT Connewitz
Check: https://soundcloud.com/pandt
FELIX KUBIN und PANDT vertonen „La Région Centrale“ (CAN 1971, R: Michael Snow, 180’, ohne Dialog, 16mm)
Seit 25 Jahren mäandert sich Felix Kubin – Elektroanarchist und Gründer des Syndikats für Gegenlärm – durch alle denkbaren musikalischen Formen und Genres. Im Kubinismus finden sie auf wundersame Weise zusammen: dadaistische Computermusik in der Tradition von „Der Plan“, hörspielartige Sequenzen, zerdellte Jazz-Memories, vertonte Dystopien, die in einer verseuchten Zivilisation spielen, und der Klang schöner, alter akustischer Instrumente, die gelegentlich um Aufmerksamkeit buhlen.
Exklusiv für das GEGENkino wirft Felix Kubin irrlichternde Synthie-Bahnen, kraftvoll-katatonische Tanzmusik und seine operettenhafte Stimme auf Michael Snows „La Region Centrale“. Der Klassiker des Experimentalfilms wurde an fünf Drehtagen auf einem einsamen Berggipfel im nördlichen Quebec aufgenommen. Die Kamera, fest verankert auf einem Stativ und mit mechanischen Voreinstellungen versehen, drehte sich um 360°, schwenkte nach oben in den Himmel, kreiste in alle Richtungen ohne eine einzige Bewegung zu wiederholen.
Eine experimentelle Raumsituation ist Bestandteil der Performance.
Tonight we add a healthy amount of DADA to our programme:
On the second last day of GEGENkino Jaap Blonk from the Netherlands will pay a visit to LuRu cinema and serve the audience some of his poetic (or whatever the hell you want to call it) pieces. You can get a slight impression of what it will sound like here, though Jaap is going to put himself into the role of Dr Voxoid who will bring his electronic toys and add all kinds of weird sounds to his dadaist vocal performance.
Furthermore, we are going to screen Helmut Herbst’s essential DADA documentary “Deutschland DADA” from 1969 in order get all the DADA history into your brains.
Jaap Blonk ist Dr Voxoid & „Deutschland Dada“ (D 1969, R: Helmut Herbst, 61’, dF, 35mm)
Dada ist Chaos, Spontaneität und Spott, ist Infantilismus par excellence, doch dabei charmant. Dada ist spielerischer Ernst, nihilistischer Protest, radikaler Überfall – gegen und auf die Künste, auf jeglichen Sinn in allen Künsten. Dada ist Vertreterin eines Unsinns, der beileibe kein Blödsinn sein will. Von den technischen Möglichkeiten Filme zu machen, waren in den 1910er und 20er Jahren Dadaisten wie Hans Richter, Man Ray oder Viking Eggeling fasziniert. Technik und ästhetisches Experiment flossen zusammen zu kleinen Filmen, visuellen Störungen, die späteren Generationen experimenteller FilmemacherInnen als Inspiaration diente. Helmut Herbsts Filmklassiker „Deutschland Dada“ dokumentiert die Auswirkungen der weltweiten dadaistischen Explosion in einem Dada-Alphabet. Neben anderen sprechen Raoul Hausmann, Richard Huelsenbeck und Hans Richter über die seltenen Momente, in denen sich radikaler gesellschaftlicher Protest und radikale Kunst kurzfristig miteinander verbündeten.
Dada ist immer schon ein medienübergreifendes Phänomen. Deswegen wird der Film im Anschluss ganz wunderbar ergänzt durch die Performance des niederländischen Lautpoeten Jaap Blonk, einem der profiliertesten Vertreter seines Fachs weltweit. Blonks sehr physische Auftritte streben danach ein Kino fürs Ohr zu erzeugen und artikulieren damit eine dadaistische Poesie, bei der Sprache als Klang aufgefasst wird. Das Geschriebene ergibt keinen erzählerischen Sinn, sondern ist Material für komponierte Laut-Artikulationen, die Sie so garantiert noch nie erlebt haben.
12. April, 21 Uhr – LuRu-Kino in der Spinnerei – € 8/6 (erm.)
Yes, we did the screen printing last Thursday! Thanx 2 OffenSiWe, DIY screen print place in Lindenau. From now on, we will remember this day as “The day we stopped having great respect for the wipe technique-paintings of Gerhard Richter” – yeah whatever…the important part, i.e. what you will get: gorgeous screen prints – two-coloured, more than two-coloured – in a limited edition of 50, numbered and each with a scrawly signature of Ricaletto. For sale during the festival – preorders via EMail. Each of them is one of a kind – get yours!
Price is 10€ per print – now if that’s not cheap, people…bloody cheap!














