paradoks | Kurzfilmprogramm

Zusammen mit FILZ (Filmische Initiative) haben wir eine Kurzfilmrolle zusammengestellt mit herausfordernden, unterhaltsamen und experimentellen Arbeiten, deren Tonspuren sich durch besondere Qualitäten auszeichnen. Das Ganze läuft am kommenden Samstag 19 Uhr im Luru Kino in der Spinnerei im Rahmen vom Seanaps. Der Eintritt ist frei. 

Mit im Programm u.a. {if your bait can sing the wild one will come} LIKE SHADOWS THROUGH LEAVES von Lucie Davis, dem diesjährigen Gewinnerfilm des int. Wettbewerbs der int. Kurzfilmtage in Oberhausen. 

Unten auch zu sehen: ab Ende Oktober sind wird mit der von FILZ und uns kuratieren Ausstellung paradoks inkl. einem umfangreichen Begleitprogramm zurück.

Tag X | Der König und der Vogel (FR 1979) + Ladoni (SU/Moldauische SSR) + Ralfs Farben (AT/DE 2019) / Imperial Valley (AT/DE 2018) + Just Don’t Think I’ll Scream (FR 2019)

So 05.09
UT Connewitz
14 UhrGEGENkinderkino
DER KÖNIG UND DER VOGEL
FR 1979 • R: Paul Grimault • 81′ • dF • 35mm • freigegeben ab 6 Jahren
19 UhrBRUCHSTELLEN
LADONI
SU/Moldauische SSR 1993 • R: Artur Aristakisyan • Dok • 140′ • OmdU • 35mm
Mit einer Einführung von Elina Reitere
Luru Kino
19 UhrRALFS FARBEN
AT/DE 2019 • R: Lukas Marxt • Dok • 74′ • OmeU • DCP
IMPERIAL VALLEY
AT/DE 2018 • R: Lukas Marxt • Dok • 14′ • ohne Dialog • DCP
In Anwesenheit von Lukas Marxt und Kameramann Michael Petri
21 UhrJUST DON’T THINK I’LL SCREAM
FR 2019 • R: Frank Beauvais • 75′ • OmeU • DCP

Der letzte Tag bietet nochmal eine Fülle von Eindrücken. Wir beginnen schon um 14 Uhr im UT Connewitz mit unseren diesjährigen Beitrag zum GEGENkinderkino: Der König und der Vogel. Um 19 Uhr zeigen im UT Ladoni. Beide Filme flimmern auf wundervollen analogen 35mm Kopien.

Parallel läuft um 19 Uhr im Luru Kino in der Spinnerei das Doppel Imperial Valley / Ralfs Farben. Als Gast wird Michael Petri der Cutter von Ralfs Farben die Veranstaltung begleiten. Um 21 Uhr setzt Just don’t think I’ll Scream einen wirksamen Schlussstrich.

So 05.09.Luru Kino
UT Connewitz
14 Uhr
19 Uhr

Luru Kino

regulär: 2€
regulär: 6,5€ / ermäßigt 5,5€

regulär: 6,5€ / ermäßigt 5,5€
im Doppel: 11€ / ermäßigt 9€

Tag 10 | Lucrecia Dalt vertont Der Golem, wie er in die Welt kam (DE 1920, Carl Boese)

Sa 04.09
UT Connewitz
21 UhrDEUTSCHLANDPREMIERE
Lucrecia Dalt vertont DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM
DE 1920 • R: Carl Boese, D: Paul Wegener, Albert Stenrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch • 76′ • viragiert • DCP 4K

Es gibt noch ein paar TICKETS (€ 12) an der Abendkasse und online im VVK bei TixforGigs.

Heute um 21 Uhr im UT Connewitz die diesjährige Vertonung von Lucrecia Dalt von Der Golem, wie er in die Welt kam.

Einigermaßen untergründig mutet die Vertonung des expressionistischen Klassikers des Weimarer Kinos DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM von Paul Wegener und Carl Boese aus dem Jahr 1920 an. Die Geschichte um Rabbi Löw, der die Lehmfigur Golem erschafft, um die drohende Vertreibung der Bewohner*innen des jüdischen Ghettos im Prag des 16. Jahrhunderts abzuwenden. Aus einer Verkettung unglücklicher Umstände heraus wendet sich die Figur in der Folge gegen seinen Schöpfer. Die von Hans Poelzig für den Film entworfenen Bauten waren wegweisend für weitere Filmarchitekturen – bis heute gilt DER GOLEM als Vorbild und Referenz für das Horrorfilmgenre. Allerorten bedrängende Phantasmagorien, Alpträume von einer Welt, deren menschliche Gesichter Fratzen und deren Straßen steile Gebirgspfade geworden, deren Behausungen windschief und einsturzgefährdet sind.

Ähnlich der Magie, die dem Lehm eingehaucht wird und ihn zum Golem werden lässt, wird die kolumbianische Soundkünstlerin und frühere Geotechnikerin Lucrecia Dalt mit ihren tiefen Bassfrequenzen in den Filmbildern neue Abgründe aktivieren. Dalt ist eine international gebuchte wie gefeierte Musikerin und Performerin. Sie bewegt sich in akademischen wie musealen Settings, als auch in Clubkontexten. In ihren subtilen Klanglandschaften unterwandert sie allzu rigide Formvorstellungen, experimentiert mit südamerikanischen Rhythmiken, geloopten Drone-Sounds und ungewöhnlichen Spoken Word-Passagen. Das geologische Framework hat sie auf ihren musikalischen Ansatz übertragen: Ihr Songwriting vergleicht sie mit Boden- und Gesteinsschichten, die sich als eine Masse auf der Erdoberfläche abgelagert haben, dabei aus Einzelelementen mit individuellen Charakteristiken zusammengesetzt sind. Klanglich ergibt sich daraus ein neuartiges, surrealistisch-angehäuftes Terrain. 

4. SeptemberUT Connewitz
€ 12 [VVK: TixforGix]

Tag 9 | The Midnight After (HK 2014, Fruit Chan) + The Mission (HK 1999, Johnnie To)

Fr 03.09
Luru Kino
19 UhrMADE IN HONG KONG
THE MIDNIGHT AFTER
HK 2014 • R: Fruit Chan, D: Wong Yau-Nam, Janice Man, Chui Tien-You • 124′ • OmeU • DCP
Mit einer Einführung von Clemens von Haselberg
22 UhrOPEN AIR
THE MISSION
HK 1999 • R: Johnnie To, D: Anthony Wong, Francis Ng, Jackie Lui Chung-Yin • 81′ • OmeU • 35mm

Es folgt der zweite Block unserer Hong Kong Reihe: MADE IN HONG KONG. Der Abend wird erneut um 19 Uhr von einem Vortrag über die Identitätsbildung im Kino Hongkongs von Dr. Clemens von Haselberg eingeleitet. Direkt im Anschluss zeigen wir im Luru Saal The Midnight After von Fruit Chan – ein Film der das Ende der Hongkong Ära als dystopischen Genre Mix erzählt. Daraufhin legen wir mit The Mission von Johnnie To eine weitere analoge 35mm Kopie in den Projektor. Am Vortag wurden Widerstände im Kino vor dem Handover thematisiert. Heute wird es um das Verschwinden und das Ausharren nach dem Handover gehen.

Fr 03.09.Luru Open-Air
regulär: 6,5€ / ermäßigt 5,5€
im Doppel: 11€ / ermäßigt 9€

Tag 8 | Made in Hongkong (HK 1997, Fruit Chan) + Dangerous Encounters: 1st Kind (HK 1980, Tsui Hark)

Do 02.09
Luru Kino
19 UhrMADE IN HONG KONG
HK 1997 • R: Fruit Chan, D: Sam Lee, Neiky Yim Hui Chi, Wenders Li • 104′ • OmeU • DCP
Mit einer Einführung von Clemens von Haselberg
22 UhrOPEN AIR
DANGEROUS ENCOUNTERS: 1ST KIND
HK 1980 • R: Tsui Hark, D: Lo Lieh, Lin Chen-Chi, Albert Au • 95′ • dF • 35mm

Wir starten heute mit unserer Hong Kong Reihe: MADE IN HONG KONG. Der Abend wird von einem Vortrag über die Identitätsbildung im Kino Hongkongs von Clemens von Haselberg eingeleitet. Dann zeigen wir um 19 Uhr im Luru Saal Made in Hongkong von Fruit Chan, der manchmal als erster Indie Film Hong Kongs gehandelt wird. Anschließend bekommen wir eine analoge 35mm Kopie von Dangerous Encounters of the First Kind präsentiert. Dieser Film gilt als früher Vertreter der Hong Kong New Wave. Beide Filme setzten sich in ihrer Zeit inhaltlich und produktionstechnisch radikal vom Rest ab.

Do 02.09.Luru Kino
Mit einer Einführung von Clemens von Haselberg

regulär: 6,5€ / ermäßigt 5,5€
im Doppel: 11€ / ermäßigt 9€