Drawing Restraint 9 (USA 2005, Matthew Barney)

Unfortunately we were not able to get our hands on Matthew Barney’s most recent, very modest work “River of Fundament”, which everybody seems to love. But, as you may know, GEGENkino is screening his 2005 film “Drawing Restraint 9” and we are glad to confirm that Florian Mundhenke (Junior professor at KMW Leipzig) will give an introduction to Matthew Barney’s œuvre and some insights into the relation of his movies to other forms of art and to other art spaces than the cinema before the screening.

Drawing Restraint 9

(USA 2005, R: Matthew Barney, D: Björk, Matthew Barney, 135’, ohne Dialog, 35mm)

Wie im CREMASTER CYCLE bewegt sich Regisseur Matthew Barney auch in seinem Nachfolgefilm in Sphären jenseits des narrativ Erfassbaren. Voller überbordender Poesie driften seine Bilder auf surrealem Terrain und erzählen von Walfangritualen, japanischen Naturreligionen, vom Bau einer Skulptur aus Vaseline und dem Willen, der den Trieb beherrscht. Als ob das nicht schon genug wäre, schafft Björk zu den Aufnahmen eine fulminante Filmmusik, schwankend zwischen japanischen Klängen, Kinderchorälen und Elektrogeklittere.

06 April 2014, 8pm – Schaubühne Lindenfels – € 6/5 (red.)

scope [out of frame]

Only seven days to go until GEGENkino starts. Time to announce the final item in our programme scope [out of frame] – a video exhibition featuring the following works:

Der gesamte Ballsaal der Schaubühne Lindenfels wird in scope [out of frame] zum Raum hinter der Leinwand. Das Kino hat sich in seine Bestandteile aufgelöst, verstreut und mit Hilfe eines seltsamen Magneten wieder neu zusammengesetzt – zu einer Landschaft aus Leinwänden, Projektoren und Sound, die Körper im Raum des Films neu verorten.

05. April, 18 bis 23 Uhr

06. und 07. April, 19 bis 23 Uhr

Eintritt: 5/4 (erm.) Euro (zzgl. Baufuffziger)

Der Eintritt zur Eröffnung am 05. April ist frei.

Moebius (KR 2013, Kim Ki-duk)

Yes yes, we know it’s quite a lot to ask of you to go to the movies ten days in a row. But hey, it might be your only chance to see Kim Ki-Duk’s most recent flick “Moebius” (in Germany for whatever reason also known as “Moebius, die Lust, das Messer”) on the big screen, because almost no cinema wanted to show it. So it’s on us to bring it to you:

Moebius, die Lust, das Messer

(KR 2013, R: Kim Ki-duk, D: Cho Jae-hyun, Seo Young-ju, Lee Eun-woo, 90’, ohne Dialog, BluRay)

Kim Ki-duks Filme waren und sind kontrovers. Sein aktueller – „Möbius, die Lust, das Messer“ – lief letztes Jahr in Venedig, während er in Südkorea laut einer Vorschrift nur in „speziellen“ Kinos gezeigt werden darf – die es in der Realität gar nicht gibt. Ohne jeden Zweifel ist der Film eine dunkle Herausforderung, die an antike Tragödien erinnert: Ein Vater zerstört seine Familie – geplagt von Schuldgefühlen wegen der Kastration seines Sohnes beendet er seine Affäre und bringt für ihn ein großes Opfer. Meisterlich inszeniert als reines Zeigen ohne Dialog, mit harten Soundschnitten montiert, entfalten die Bilder sich zur schmerzhaften, freudianischen Groteske rund um Lust, Schuld und Gewalt.

10 April, 9pm – LuRu-Cinema at the Spinnerei – € 6/5 (red.)

Live Vertonung von Felix Kubin & PANDT zu „La Region Centrale“

Three hours are 180 minutes. Think about it…that is why PANDT from IfZ will also arrive on the scene and help to generate some dizziness during the opening projection of Michael Snow’s „La Region Centrale“.

Eröffnung GEGENkino /// opening GEGENkino
Felix Kubin & PANDT vertonen /// add sound to „La Region Centrale“
03. April, 20 Uhr
UT Connewitz

Check: https://soundcloud.com/pandt

FELIX KUBIN und PANDT vertonen „La Région Centrale“ (CAN 1971, R: Michael Snow, 180’, ohne Dialog, 16mm)

Seit 25 Jahren mäandert sich Felix Kubin – Elektroanarchist und Gründer des Syndikats für Gegenlärm – durch alle denkbaren musikalischen Formen und Genres. Im Kubinismus finden sie auf wundersame Weise zusammen: dadaistische Computermusik in der Tradition von „Der Plan“, hörspielartige Sequenzen, zerdellte Jazz-Memories, vertonte Dystopien, die in einer verseuchten Zivilisation spielen, und der Klang schöner, alter akustischer Instrumente, die gelegentlich um Aufmerksamkeit buhlen.
Exklusiv für das GEGENkino wirft Felix Kubin irrlichternde Synthie-Bahnen, kraftvoll-katatonische Tanzmusik und seine operettenhafte Stimme auf Michael Snows „La Region Centrale“. Der Klassiker des Experimentalfilms wurde an fünf Drehtagen auf einem einsamen Berggipfel im nördlichen Quebec aufgenommen. Die Kamera, fest verankert auf einem Stativ und mit mechanischen Voreinstellungen versehen, drehte sich um 360°, schwenkte nach oben in den Himmel, kreiste in alle Richtungen ohne eine einzige Bewegung zu wiederholen.
Eine experimentelle Raumsituation ist Bestandteil der Performance.

Who is GEGENkino?

Did you ever wonder: who are these weird guys putting up GEGENkino? Here is one of them. Only implied: his funky hairdo.