Call is closed!

Thanks a lot for all the submissions and for your interest in our festival. We will contact all those who submitted again after we are done with curating the programme. (Expected date: End of March)

OPEN CALL – Vaginale – GEGENkino 2015

Liebe Filmschaffende der Kunsthochschulen und darüber hinaus,

im April 2015 veranstalten wir in Leipzig zum zweiten Mal das GEGENkino – Filmfestival für cineastische Gegenbewegungen. Nachdem wir beim GEGENkino 2014 zusammen mit Clemens von Wedemeyer [Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Klasse Expanded Cinema] eine Videokunstausstellung kuratiert haben, möchten wir diesen Strang im nächsten Jahr fortsetzen.

Dazu brauchen wir Eure Filme, Clips, Loops! Zum Rahmen: Innerhalb der Vaginale, einer unserer Programmsektionen, fragen wir nach gesellschaftlicher Wirkungskraft eines subversiven, (post-) feministischen Films, dessen ästhetischen Qualitäten und nach der Wechselwirkung von medialem Inhalt und sozialer Realität.

Im gegenwärtigen Kunstbetrieb und in einer breit agierenden porn-affirmativen Bewegung im Filmbereich entfacht der lässige Umgang mit dem Obszönen die Diskussion um die Darstellung weiblichen Begehrens wieder neu und bietet ein schillerndes Spektrum verschiedener Standpunkte.

Aktuelle Produktionen über weibliche Sexualität suggerieren, ihnen glücke es, feminines Begehren adäquat darzustellen oder ihnen gelinge es, mit einer femininen Pornografie eine angemessene subversive Praxis zu etablieren. Die allgemeine Euphorie nivelliert kritische Gedanken und lässt die Tauglichkeit der Machart der Filme und deren ideologische Funktion oft unhinterfragt davonkommen. Inhaltlich interessiert uns deshalb vor allem Zweierlei: (1) Die weibliche Narration, die Autorenschaft der Frau. Frauen ergreifen die Definitionsmacht über »das Weibliche« und beziehen Stellung. Damit erhält der weibliche Körper eine neue Präsenz. Wir wollen Formen versammeln und bündeln, in denen diese neue Präsenz artikuliert wird – Film- und Videokunst oder Experimentalstreifen. (2) Pornografie als radikaler Akt. Ist Pornografie überhaupt in der Lage, politische Bedeutung zu produzieren, d.h. als Medium auf gesellschaftliche Konventionen einzuwirken und damit ihre primäre Funktion, sexuelle Erregung zu erzeugen, zu überschreiten?

Formal suchen wir Arbeiten, die im weitesten Sinne filmischer Natur sind, der kleinste Nenner ist dabei das bewegte Bild. Längenvorgaben gibt es keine. Inhaltlich sollten Eure Beiträge dezidiert nach Formen und Bildern suchen, die weiblichem Begehren, weiblicher Lust und/oder weiblicher Sexualität nachspüren. Die Darstellungen können explizit sein, müssen es aber nicht notwendigerweise. Folgende Kriterien sollten erfüllt sein: (a) Eine Frau soll an Regie, Produktion oder als Performerin beteiligt sein. (b) Das Werk soll sich auf authentische Weise mit weiblicher Lust auseinander setzen. © Es soll die Grenzen des stereotypen Darstellungsspektrums weiblicher Sexualität erweitern.

Die ausgewählten Arbeiten werden im Rahmen des GEGENkino 2015 im historischen Ballsaal der Schaubühne Lindenfels in Leipzig ausgestellt. Informationen zum Festival findet Ihr unter www.gegenkino.de

Rückfragen bezüglich Einsendungen, Formalien und allem anderen gerne an Kurator und Projektkoordinator Stephan Langer unter opencall@gegenkino.de

DEADLINE ist der 15. MÄRZ 2015.

Wir freuen uns und sind gespannt auf Eure Einsendungen!

We are planning a second edition of GEGENkino!

OK, es war ein halbes Jahr Ruhe, jetzt gibt es aber keinen Grund mehr, es Euch länger vorzuenthalten: wir planen gerade eine zweite Ausgabe unseres GEGENkino-Festivals! Wir haben Förderanträge geschrieben und verschickt, verhandeln derzeit mit potentiellen Kooperationspartnern und basteln fleißig am Programm.

Wir können Euch bereits so viel verraten: GEGENkino 2015 findet Ende April 2015 statt. Die Veranstaltungsorte sind einmal mehr das UT Connewitz, das Luru-Kino in der Spinnerei und die Schaubühne Lindenfels. Darüber hinaus werden wir im kommenden Jahr in einer Nacht den GEGEN-Gedanken aus den Kinosälen hinaus in ein anderes Umfeld, eine ausgelagerte Location, transportieren: in Kooperation mit der Leipziger Clubszene werden wir versuchen Club- und Filmkultur zusammen zu denken. Wir sind selbst schon ein wenig aufgeregt und voller Vorfreude auf das Ergebnis!

Unser Film- und Rahmenprogramm ist in jeglicher Hinsicht mit Lust und Hingabe aufgeladen und wird vor frischen Bildästhetiken und unkonventionellen Gedanken strotzen. Wir wollen nächstes Jahr mit Euch wieder außergewöhnliche Filme schauen, uns gemeinsam verschiedensten Bilderwelten hingeben, kritisch und konstruktiv über Filme und die Welt, auf die sie sich beziehen, diskutieren und dabei nicht vergessen: mit Euch zu tanzen!

Das ist alles. Mehr gibt es demnächst.

Schaut regelmäßig hier vorbei.

Eure GEGENkino-Crew

GEGENkino is history

GEGENkino is history. We stuffed our red GEGENkino-tights (everyone of us was wearing as a secret uniform underneath all of the time during the festival) into the trash. Stinky as they were.

A BIG THANX again to the three cinemas hosting, to the artists and scholars visiting, to all of the guests visiting, to everyone else for their massive support!

We are looking forward to GEGENkino #2 in 2015.

Wearing freshly washed tights again.

See you all somewhere around – have a nice summer.

GEGENkino

Lecture + Film | Faschismus und Sexualität in Film und Popkultur / Film: Salon Kitty (IT 1976, Tinto Brass)

It’s the last day of GEGENkino. Thanks already to everyone that came to our festival or supported us in whatever way.

Here’s a short reminder what will happen on GEGENkino’s finale. (For the sake of continuity this reminder will also be in English, even though our non-German speaking friends might be a bit disadvantaged tonight.)

Marcus Stiglegger (professor at the university of Siegen, an expert in exploitative movies and author of books like “Sadiconazista” or “Nazi Chic & Nazi Trash”) will give a lecture on the topic “Fascism and sexuality in film and popular culture”.

Faschismus und Sexualität in Film und Popkultur. Vortrag von Marcus Stiglegger + Salon Kitty (IT 1976, Tinto Brass)

GEGENkino is drawing near. We can’t even fall asleep anymore out of excitement (and last-minute organizational stuff). If you are also insomniac why not spend your nights with reading knowledgeable, lengthy essays on obscure film makers and genres? You can find them over there on Marcus Stiglegger’s blog. He will come to GEGENkino on the […]


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Following the lecture there will be a screening of Tinto Brass’ exploitation classic “Salon Kitty” (IT 1976, R: Tinto Brass, D: Helmut Berger, Ingrid Thulin, Teresa Ann Savoy, 102’) – with German dubs though, but from 35mm!

13 April, 8pm – UT Connewitz – € 8/6 (red.) Euro

Heute | Jaap Blonk ist Dr VOXOID / Deutschland Dada

Jaap Blonk just arrived in Leipzig in order to grace us with his fine poetry. Here’s a few examples to get a slight taste of what Jaap is gonna do later tonight:

Jaap Blonk’s “Der Minister I” (1993)

Jaap Blonk on 3sat (2003)

Jaap Blonk Live (2013)

And here’s a list of what we might expect tonight in concreto:

What will be the Dr Voxoid’s next move? Those who know him might expect a knight’s jump…but then they know he won’t do the expected. How about a king’s stately step this time? Or the bishop’s stealthy sneak-through?

Next time it might be:

  • sound poetry (his own works and probably an occasional ‘classic’ from this tradition)
  • songs in invented languages, for instance in “Onderlands” (the language of the Underlands, a synonym for Netherlands), in “GeenKrimpian” or in his personal English, “IngleTwist”
  • phonetic processes, acoustic as well as electronic snippets of lecturing about odd topics, for instance “The User Manual”
  • some Solos for Voice by John Cage
  • soundscapes
  • quotations from Final Letters
  • improvisations and more…
  • in the right mood & circumstances, he may even project some visuals.

DadaBILD & DadaSPRECH: Jaap Blonk is Dr Voxoid & “Deutschland Dada” (GER 1969, D: Helmut Herbst, 61’, German version, 35mm)

12 April, 9pm – Luru-Kino in der Spinnerei – € 8/6 (red.)