Hommage | Harun Farocki – Bilder hinter den Bildern

It’s time to announce the complete list of films for our “Bilder hinter den Bildern” programme! No easily digestable stuff.

Tuesday, 8th April, 9pm at Luru-Kino in der Spinnerei // 6/5 (red.) Euro


Harun Farocki | Bilder hinter den Bildern

Der Ärger mit den Bildern

GER 1973, R: Harun Farocki, 48’, OV, mpeg

Aufschub

GER 2007, R: Harun Farocki, 38’, OV, mpeg

Nicht löschbares Feuer

GER 1969, R: Harun Farocki, 25’, OV, mpeg

Arbeiter verlassen die Fabrik

GER 1995, R: Harun Farocki, 36’, OV, mpeg

„Der Philosoph fragt: Was ist der Mensch? Ich frage: Was ist ein Bild?“ Diese Sätze, die Harun Farocki eine seiner Hauptfiguren sagen lässt, beschreiben zugleich das Arbeitsfeld, das er selbst als Regisseur, Autor und Theoretiker über Jahrzehnte umkreist. Farocki greift Bilder auf, montiert und kommentiert sie, bringt sie zum Sprechen. Bilder aus der Filmhistorie und deren Fähigkeit, über gegenwärtige gesellschaftliche Zustände Auskunft zu geben, interessieren ihn dabei ebenso wie operative Bilder – Industriefotografien, Luftaufnahmen von Auschwitz – und scheinbar Banales – das Pin-up im Playboy, die Titelseite der Bild-Zeitung.

„Nicht löschbares Feuer“ ist ein Traktat über Napalm-Produktion und damit einer der wichtigsten Agitprop-Filme der Anti-Vietnam-Bewegung. In „Der Ärger mit den Bildern“ seziert und polemisiert Farocki gegen die oft gedankenlose Bildproduktion des Fernsehens. Dokumentarische Aufnahmen, die ein jüdischer Häftling im KZ Westerbork für die SS gemacht hat, werden in „Aufschub“ gegengelesen.

Pipilotti Rist – „Pepperminta“

Glaubt ihr an die Kraft der Farben? Dann: Augen auf und lasst euch eure Zäpfchen aktivieren.

Explosionen in Erdbeerrot und ein modernen Großstadtmärchen erwarten euch in Pipilotti Rists „Pepperminta“ (CH 2009, R: Pipilotti Rist, D: Ewelina Guzik, Sabine Timoteo, Sven Pippig, 80’, English subbed, digital)

05. April, 22 Uhr und
07. April, 20 Uhr
Schaubühne Lindenfels

Update | Till Kleinert will attend the screening of “Der Samurai” on April 9 at UT Connewitz

Update:

Das Festival GEGENkino freut sich bestätigen zu dürfen, dass Regisseur Till Kleinert beim Screening von “Der Samurai” am 9. April selber im UT Connewitz sein wird um über seinen Film zu sprechen

GEGENkino is happy to confirm that director Till Kleinert will attend the screening of “Der Samurai” on April 9 at UT Connewitz in order to talk about his movie.

Der Samurai (GER 2014, Till Kleinert)

OH! only four more weeks to go! let’s create some buzz! new in the GEGENkino programme: 09 April 2014, 9pm @ UT Connewitz Der Samurai (D 2014, R: Till Kleinert, D: Michel Diercks, Pit Bukowski, Uwe Preuss, 80’, OV, BluRay) Im Brandenburgischen fürchtet man den Wolf. Sein Geheul verängstigt die Menschen, die Lämmer bringt es […]

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Der Samurai (GER 2014, Till Kleinert)

OH! only four more weeks to go! let’s create some buzz!

new in the GEGENkino programme:

09 April 2014, 9pm @ UT Connewitz

Der Samurai

(D 2014, R: Till Kleinert, D: Michel Diercks, Pit Bukowski, Uwe Preuss, 80’, OV, BluRay)

Im Brandenburgischen fürchtet man den Wolf. Sein Geheul verängstigt die Menschen, die Lämmer bringt es zum Schweigen. Nach Vorfällen einer Nacht aber werden die Anwohner sich wünschen, es wäre nur ein Wolf gewesen, der sie heimsucht. Statt dessen ist es der beunruhigende Albtraum in Gestalt eines namenlosen Fremden, der mit einem Samuraischwert bewaffnet am Waldrand aufgetaucht ist und eine Spur der Verwüstung durch den Ort gezogen hat. Vor allem für den jungen Dorfpolizisten Jakob wird die Begegnung mit dem Samurai zur Konfrontation mit den eigenen Dämonen, den verleugneten Seiten und verdrängten Begierden seines Selbsts. Wilder Horror-Western-Bastard.

10. April, 21 UhrU – UT Connewitz – € 6/5 (erm.)

Jozef van Wissem vertont „L’Âge d’Or“

Van Wissems Instrument ist gleichzeitig altertümlich wie ungewöhnlich: die 24-saitige Laute. Sein minimalistisches Spiel des barocken Geräts gründet auf repetitiven Kompositionstechniken und zyklischen Melodien, Überlagerungen und Verfremdungen. Das Resultat wirkt merkwürdig aus der Zeit gefallen, zwischen den Genres pendelnd: nicht Barock und nicht Industrial, weder Neue Musik noch Improvisation. Und doch alles zusammen. Enorm deep!

L’Âge d’Or (F 1930, D: Luis Buñuel, 63’, french OV, 35mm) 

Als Deutschland-Premiere begleitet van Wissem „L’Âge d’Or“, eine explosive Aneinanderreihung revoltierender Bilder. Buñuels surreale Entgleisungen werden zusammengehalten von einer „amour fou“, der Geschichte einer vom Bürgertum zum Scheitern gebrachten Liebe. Alles kulminiert in einem mit den Skalpen ermordeter Mädchen geschmücktem Kruzifix –Jesus als Initiator sadistischer Orgien.

„Es war ein richtiger Aufruhr mit Bomben, Polizei, Faustkämpfen. […] Ich saß auf dem Balkon in der Loge, neben mir saß ein älterer Herr. Es war gerade etwas Antikirchliches oder Antiroyalistisches auf der Leinwand; jemand hatte eine Bombe gegen die Leinwand geworfen. Der alte Mann neben mir sprang auf und schlug mir eins über den Kopf! Ich weiß nicht warum! Es gab eine richtige Saalschlacht. Dann versuchten sie, in den Vorführraum zu stürmen, um an den Film heranzukommen, aber der war geschlossen, und die Eisentür konnten sie nicht aufbrechen. So zerstörten sie das Foyer. Es war wirklich eine Schande. […] Am Eingang hingen eine Reihe von Bildern von Picasso, Man Ray und Picabia, die einfach in Stücke gerissen wurden. Die Polizei brauchte eine Stunde, um den Platz von den Störern zu befreien.“ (Hans Richter über die Uraufführung von „L’Âge d’Or“)

Wichtig! Es wird voraussichtlich nur noch wenige restkarten an der Abendkasse geben. Besorgt euch also frühzeitig Tickets an einer der beiden Vorverkaufsstellen. Festivalpassinhaber sollten eine halbe Stunde vor Beginn am Luru-Kino sein um sich ihre Freikarte zu sichern. Danach besteht kein Platzanspruch mehr. Da das Luru-Kino nurüber wenige Plätze verfügt, müssen wir, um es für alle fair zu gestalten, derart handhaben

11. April, 21 Uhr LuRu-Kino in der Spinnerei