| Do 8.09 Luru Kino | |
| 20 Uhr | ERÖFFNUNGSFILM NEPTUNE FROST RW/US 2021, R: Anisia Uzeyman & Saul Williams, D: Cheryl Isheja, Bertrand Ninteretse, Eliane Umuhire, Dorcy Rugamba, 105‘, OmeU, Sprachen: Kinyarwanda, Kirundi, Swahili, Französisch, Englisch, DCP |
| DEAD FLASH FR 2021, R: Bertrand Mandico, D: Elina Löwensohn, Christophe Bier, Ekaterina Ozhiganova, 37‘, OmeU, 35mm |
| Fr 9.09. Luru Kino | |
| 20 Uhr | CINEMA SPACE & DESIRE VARIETY US/BRD/GB 1983, R: Bette Gordon, D: Sandy McLeod, Will Patton, Luis Guzman, Nan Goldin, Richard Davidson, 97‘, OV, 35mm |
| 22 Uhr | CINEMA SPACE & DESIRE SIMON BARBÉS OU LA VERTU F 1980, R: Marie-Claude Treilhou, D: Ingrid Bourgoin, Martine Simonet, Michel Delahaye, 77‘, OmeU, DCP |
| Sa 10.09. UT Connewitz | |
| 19:30 Uhr | Kataoka Schallplattenprojekt |
| 21 Uhr | VERTONUNG Ichiro Kataoka und Reiko Emura vertonen A PAGE OF MADNESS JP 1926, R: Kinugasa Teinosuke, D: Inoue Masao, Nakagawa Yoshie, 71‘, stumm, DCP |
| So 11.09. UT Connewitz | |
| 19 Uhr | Miriam Gossing & Lina Sieckmann SONNTAG, BÜSCHERHÖFCHEN 2 DE 2014, 13‘, o. Dialog, HD DESERT MIRACLES DE/US 2015, 12‘, engl OV, HD EDIFICE US 2018, 4‘, o. Dialog, HD OCEAN HILL DRIVE DE 2016, 21‘, engl. OV, HD ONE HOUR REAL DE/NL 2017, 12‘, o. Dialog, HD CHINA LIGHT DE 2019, 4‘ o. Dialog, HD SOUVENIR DE/NL 2019, 20‘, engl. OV, HD |
| 21 Uhr | DISTRUKTUR EL MERAYA EG/DE/BR 2018, R: Melissa Dullius & Gustavo Jahn, OV, + dt. Live-Vertonung, 20‘, 16mm A MÁQUINA DO TEMPO / TIME MACHINE BR/DE 2015, R: Melissa Dullius & Gustavo Jahn, dt. Live-Vertonung, 5‘, 16mm DON’T LOOK BACK / LABIRINTO BR/DE 2012, R: Melissa Dullius & Gustavo Jahn, ohne Dialog, 6‘, 16mm ÉTERNAU BR 2006, R: Gustavo Jahn, OmeU, 22‘, 16mm FOTOKINO BR/DE 2012, R: Melissa Dullius & Gustavo Jahn, ohne Dialog, 3‘, 16mm KINOGRAPH FR/BR/DE 2020, ohne Dialog, 2’, 16mm |
| Labor Berlin e.V. HLBC 16 DE 2021, R: Luisa Greenfield, engl. Live-Text, 15‘, 16mm IN MEMORY / GEDENKEN DE 2018, R: Katrin Eissing, Melina Pafundi, ohne Dialog, 9‘, 16mm MOONLESS / SANS LUNE CH/DE 2017, R: Sophie Watzlawick, mit Präludium & Live-Übersetzung, 12‘, 16mm |
| Mo 12.09. Schaubühne Lindenfels | |
| 19 Uhr | ELES TRANSPORTAN A MORTE / THEY CARRY DEATH ES/CO 2021, R: Helena Girón, Samuel M. Delgado, D: Nuria Lestegás, Sara Ferro, Xoán Reices, Valentín Estévez, 75‘, OmeU, DCP |
| 21 Uhr | RE GRANCHIO / THE TALE OF KING CRAB IT/AR/FR 2021, R: Alessio Rigo de Righi & Matteo Zoppis, D: Gabriele Silli, Maria Alexandra Lungu, Severino Sperandio, 106‘, OmeU, DCP |
| Di 13.09 Luru Kino | |
| 19 Uhr | MIT PYRAMIDEN D 1990, R: Renate Sami, Dok, 93‘, OmdU, 16mm |
| 21 Uhr | WEISSE RABEN – ALPTRAUM TSCHETSCHENIEN DE/FR 2005, R: Johann Feindt & Tamara Trampe, Dok, 92‘, OV mit dt. Voice-Over, Digi Beta |
| Mi 14.09. UT Connewitz | |
| 19 Uhr | GOTTESZELL– EIN FRAUENGEFÄNGNIS DE 2001, R: Helga Reidemeister, Dok, 104‘, OmeU, 35mm |
| 21 Uhr | DER SCHWARZE KASTEN DE 1992, R: Johann Feindt & Tamara Trampe, Dok, 95‘, OmeU, DCP |
| Do 15.09. Luru Kino | |
| 19 Uhr | ES STIRBT ALLERDINGS EIN JEDER, FRAGT SICH NUR WIE UND WIE DU GELEBT HAST (HOLGER MEINS) BRD 1976, R: Renate Sami, 51‘, OV, 16mm FILMTAGEBÜCHER 1975-1985 (STREIFZÜGE) DE 2005, R: Renate Sami, 32‘, OV, MiniDV |
| 21 Uhr | DER GEKAUFTE TRAUM. ALLTAG EINER ARBEITERFAMILIE BRD 1977, R: Helga Reidemeister, Eduard Gernart, in Zusammenarbeit mit Familie Bruder, Dok, 84‘, OmeU, DCP |
| Fr 16.09. Schaubühne Lindenfels | |
| 20 Uhr | A NIGHT OF KNOWING NOTHING FR/IN 2021, R: Payal Kapadia, Dok, 96‘, OmeU, DCP |
| 22 Uhr | ESPÍRITU SAGRADO / THE SACRED SPIRIT ES/FR/TR 2021, R: Chema García Ibarra, D: Llum Arques, Nacho Fernández, Rocío Ibáñez, 97’, OmeU, DCP |
| Sa 17.09. Schaubühne Lindenfels | |
| 19 Uhr | BRUNO SUKROW – DER FILMEBASTLER SATURNUS DE 2011, R: Bruno Sukrow, 30‘, OmeU, DCP MARTINS FEUER DE 2013, R: Bruno Sukrow, 44‘, OmeU, DCP VERGISSMEINNICHT DE 2021, R: Robert Sukrow, 18‘, OmeU, DCP |
| 21:30 Uhr | JERK FR 2021, R: Gisèle Vienne, D: Jonathan Capdevielle, 60‘, OmeU, DCP DEUTSCHLAND-PREMIERE STAGING DEATH AT/D 2022, R: Jan Soldat, 8‘, OmeU, DCP DEUTSCHLAND-PREMIERE ASMODEUS CA 2021, R: Éric Falardeau, D: Éric Falardeau, Stéphanie Cadieux, Annaëlle Winand, 11‘, ohne Dialog, DCP |
| So 18.09 UT Connewitz | |
| 14 Uhr | KINDERkino DAS WANDELNDE SCHLOSS JP 2004, R: Hayao Miyazaki, 119‘, dF, DCP, freigegeben ab 6 Jahren |
| 19 Uhr | SUPER NATURAL PT 2022, R: Jorge Jácome, D: Alexis Fernandez, Bárbara Matos, Celestine Ngantonga Ndzana, 85‘, OmeU, DCP |
| 21 Uhr | BEATRIX AT 2021, R: Milena Czernovsky, Lilith Kraxner, D: Eva Sommer, Katharina Farnleitner, Marthe de Crouy-Chanel, 95‘, OmeU, 35mm |
PT 2022, R: Jorge Jácome, D: Alexis Fernandez, Bárbara Matos, Celestine Ngantonga Ndzana, 85′, OmeU, DCP
„I am so glad you made it.“ Mit dieser freundlichen Einladung und sanften Klängen aus einem Kosmos elektronischen Grillenzirpens begrüßt uns eine künstliche Stimme im Film. „Our images are moving.“ Wen meint es mit „wir“ und wohin bewegen wir uns? Wir können nicht nachfragen und nicht antworten, sondern nur die sich wechselnden Farb- und Soundflächen auf uns einwirken lassen. Cyber-Meditation. Wir sind hier und das ist gut so. Das Kino wird zur kollektiven Oase. Dann sehen wir schwarzweiß-Aufnahmen einer Überwachungskamera, Stadtbilder bei Nacht. Und da sind Menschen, schlafend, wir dürfen zusehen, die Stimme begleitet uns stets. SUPER NATURAL ist ein experimenteller Film, der sich zwischen Fiktion und dokumentarischen Elementen, sowie unterschiedlichen Filmmaterial und Bildbearbeitungen hin und her bewegt. Und mit uns abtaucht. Wir landen unter Wasser und floaten auf der Oberfläche, liegen mit technischen Tieren im Bett, beobachten feine Unterwasserläufer mit langen Fühlern, lassen uns auf Gummitieren treiben, lauschen Naturorchestern und lösen zusammen mit der Stimme Bilderrätsel. Alles interagiert, die vielen Körper lassen sich von den Landschaften Madeiras bald nicht mehr trennen. Flüssiges Leben, durchlässige Grenzen. Neue Stimmen kommen hinzu, singende Meerjungfrauen und Beschreibungen von Bergsteiger:innen in Katzen-Onesies. „Where do I end and you begin?“ fragt die künstliche Stimme und wir können nicht mit Sicherheit sagen, wohin uns die bewegenden Bilder- und Gedankenwelten von SUPER NATURAL begleiten. Vielleicht bis in den eigenen Träume.
| So 18 Sept | UT Connewitz |
| 19:00 Uhr | regulär: 6,5€ / reduziert 5,5€ |
AT 2021, R: Milena Czernovsky, Lilith Kraxner, D: Eva Sommer, Katharina Farnleitner, Marthe de Crouy-Chanel, 95′, OmeU, 35mm
Beatrix hütet das Haus einer Freundin auf dem Lande. Blumen gießen. Katze füttern. Das Detoxen von dem Entscheidungsdruck der Großstadt wird nur gelegentlich gestört durch den Besuch von Freund:innen. Oder zumindest so etwas Ähnlichem. Ihre selbstgewählte Isolation verbringt sie am Handy oder nachts vor dem Kühlschrank. Putzen, Saugen, Masturbieren. Der Teletext verkündet irgendwas mit Migrant:innen. Und Trump hat seine Dänemark-Reise abgesagt. Kurz nach neun kommt Dawson’s Creek. Irgendwann dann der (Hair-)Cut! Aber eigentlich läuft auch mit der neuen Mitbewohnerin alles in den ritualisierten Bahnen von Distanz und Müßiggang.
Bis, naja, dann doch mal der innere Schutzpanzer ein Stück weit heruntergefahren wird und sofort das aufkeimende, vorher nur im Rausch gelebte, homoerotische Begehren eine existentialistische Aufrichtigkeit einfordert. Was zum Sprung zwingt aus dem beinah quadratischen Bild. Mitten hinein in die Nacht. Dann der Schnitt. Ende. Ein wunderbar originelles, intimes Porträt einer Frau am Rande der eigenen Einöde. Ein Körper, der die autogene Langeweile mit jeder Faser und Geste performt. Zerschnitten von der Montage. Fragmentiert durch die Kadrage. Menschliches Fristen am Nullpunkt der Millennials.
| So 18 Sept | UT Connewitz |
| 21:00 Uhr | regulär: 6,5€ / reduziert 5,5€ |
JP 2004, D: Hayao Miyazaki, 119′, German version, DCP, approved for ages 6 and older
In DAS WANDELNDE SCHLOSS we see everything that makes Studio Ghibli’s animated films so adorable: a love story against all odds, a venerable Europe with giant gadgetry, amiable monsters and tragic heroes, sweeping fighting and food feast. DAS WANDELNDE SCHLOSS tells of the love between Sophie and Hauro. She is a hatter, turned into an old mummy by an evil witch, he is the beautiful wizard, travelling through no-man’s-land with his moving castle. There, Sophie signs up for housekeeping and now has enough time to approach her heartthrob, who yet has to find out that she is actually as young as he is. And then, there is a war to stop…
| Sun 18 Sept | UT Connewitz |
| 14:00 Uhr | KINDERkino 2€ |
Ursprünglich als Roman von Dennis Cooper veröffentlicht, bezieht sich JERK auf die authentische Geschichte des Sexualstraftäters und Massenmörders Dean Corll, der Anfang der 1970er Jahre über 20 junge Männer missbraucht, gefoltert und ermordet hat. David Brooks, einer seiner Mittäter, setzte dem Grauen ein Ende und tötete Corll.
In der fiktionalen Weiterführung dieser Story arbeitet der sich in lebenslanger Haft befindende David Brooks das Geschehen als therapeutische Maßnahme auf. Der Killer wird selbst zum Erzähler und rekonstruiert die Verbrechen in Form eines Figurentheaters. Setting und Filmsprache sind dabei zurückgenommen: allein Brooks, der ein paar Handpuppen führt und ihnen – Täter wie Opfer gleichermaßen verkörpernd – eine Stimme verleiht. Neben den Horror der gewaltgesättigten Verbrechen tritt ein Sadismus des Erzählens. Innerhalb der durch das Theatersetting und die Verwendung von Puppen mehrfach ästhetisch gebrochenen Situation gehen Brooks‘ Imagination und die Darstellung seiner Körperlichkeit in einem für ihn lustvollen und extrem distanzlosen Nachempfinden der Morde völlig auf.
| Sa 17 Sept | Schaubühne Lindenfels |
| 21:30 Uhr | In Anwesenheit von Jan Soldat Mit Publikumsgespräch nach JERK, welches das Thema sexualisierte Gewalt und ihre filmische Bearbeitung aufgreift. regulär: 6,5€ / reduziert 5,5€ |
JERK
FR 2021, R: Gisèle Vienne, D: Jonathan Capdevielle, 60′, OmeU, DCP
STAGING DEATH | Deutschland-Premiere
AT/D 2022, R: Jan Soldat, 8′, OmeU, DCP

Im Verlauf seiner Mitte der 1960er Jahre begonnenen Karriere als Schauspieler hat sich Udo Kier die vermutlich längsten Einträge in den üblichen Filmdatenbanken erarbeitet. Neben regelmäßigen Engagements unter anderem durch Filmkünstler wie Lars von Trier wird er immer wieder für abseitige Trash- und Lowbudget-Produktionen gecastet. Hier wie dort werden die von ihm gespielten Figuren sehr oft ins Jenseits geschickt. Jan Soldat bringt in STAGING DEATH eine Auswahl der über 70 Tode zusammen, die Kier vor der Kamera gestorben ist. In der Montage kommen mitunter ikonische Episoden zusammen, etwa das Pfählen Draculas, ein von einem T-Rex zerquetschter Mond-Nazi und das materielle Entschwinden Jasons, dessen Körper im wogenden Schilf kaum noch auszumachen ist. Zugleich bietet das Nebeneinander der Szenen aus über 50 Jahren einen unterhaltsamen Einblick in die Entwicklung von Spezialeffekten. Eines steht jedenfalls fest: auch dem spielerischen Sterben – vom friedlichen Entschlummern bis zum Niedergemetzeltwerden – verleiht Kier seine unverkennbare Eigenheit.
ASMODEUS | Deutschland-Premiere
CA 2021, R: Éric Falardeau, D: Éric Falardeau, Stéphanie Cadieux, Annaëlle Winand, 11′, ohne Dialog, DCP
ASMODEUS stellt in Form eines okkulten Rituals die Beschwörung und Erweckung dreier weiblicher Inkarnationen des gleichnamigen Wollust- und Zornesdämons dar. Regisseur Éric Falardeau, der auch die männliche Hauptrolle übernimmt, orientiert sich dabei am Leitgedanken der affektiven Grenzüberschreitungen von Gore und Splatter: Nieder mit dem guten Geschmack! In der Zeremonie fließen Blut und andere Körpersäfte, der Rausch verleiht dem Menschen (Mann) die Kraft sich in ein höheres Selbst zu verwandeln, Knebel und Fesseln der Moral abzuschütteln.






















